Zweiter Blick: WCAG Erfolgskriterien verstehen



WCAG Erfolgskriterien verstehen

WCAG 2.1 Konformitätsstufen

Die WCAG Erfolgskriterien sind so etwas wie die Zehn Gebote des Barrierefreien Webdesigns. Sie sind jedoch mehr als zehn und nach Dringlichkeit in die Konformitätsstufen A, AA und AAA eingeteilt.

In diesem Artikel arbeite ich die einzelnen Erfolgskriterien für mich ab, indem ich sie für andere verständlicher zu machen versuche. Es geht mir also nicht um eine erschöpfende Darstellung, sondern um Schritte zum besseren Verständnis.

Die Erfolgskriterien verständlich zu machen, fällt vor allem bei Übersetzungen schwer, denn einzelne Erfolgskriterien sind äußerst unübersichtlich formuliert. Ich habe mich daher für freiere Übersetzungen entschieden, in denen ich etwa Aufzählungen in Listen verpacke und Ausnahmen getrennt darstelle.

WCAG 2.1 A

1.1.1 Nicht-textueller Inhalt (Level A)

Zum raschen Verständnis

Nicht-textuelle Inhalte sind etwa Bilder, Audiodateien oder Videos.

Bilder benötigen einen Alternativtext, der den Bildinhalt knapp beschreibt. Genauer gesagt benötigen Bilder ein ALT-Attribut, das aber unter Umständen sogar leer sein muss.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.2.1 Reine Audio- oder Videoinhalte (aufgezeichnet) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Audiofiles oder reine Videodateien, die keine Live-Übertragungen sind benötigen eine textuelle Version, die Inhalte und gegebenenfalls Funktionalitäten adäquat wiedergibt. Nach dem Fertigstellen der Dateien wird also der gesprochene Text abgetippt oder der Inhalt des Videos beschrieben und auf der Webseite etwa verlinkt dargeboten.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.2.2 Untertitel (aufgezeichnet)

Konformitätsstufe: Level A

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Jeglicher aufgezeichneter Audioinhalt in synchronisierten Medien wird mit Untertiteln versehen.

Ausnahme:

Das Medium stellt selbst eine Medienalternative für textuelle Inhalte dar und ist deutlich als solche gekennzeichnet.

Zum raschen Verständnis

Synchronisierte Medien sind solche, die über einen Zeitablauf verfügen, typischerweise Audio- oder Videoinhalte.. Spontan hätte ich solche Medien ja als diachron bezeichnet, also als sich über einen Zeitstrahl hin verändernd. Vielleicht wurde der Ausdruck synchronisiert gewählt, weil sich quer zum Zeitstrahl Bedienungselemente oder Metainformationen, wie Untertitel befinden können.

Filme müssen über Untertitel für Gesprochenes verfügen, damit Gehörlose den Inhalt wahrnehmen können. Die Untertitel können auch optional durch einen Mechanismus ein- und ausgeblendet werden.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.2.3 Audiodeskription oder Medienalternative (aufgezeichnet) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Damit blinde und sehbehinderte Menschen der Handlung eines Films folgen können, können relevante Handlungsabläufe in Gesprächspausen beschrieben werden. In der Regel erfolgt dies in einer eigenen Audiospur, die zugeschaltet werden kann. Alternativ kann die Handlung ergänzend auch in textueller Form dargestellt werden.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.2.4 Untertitel (live) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Damit Gehörlose etwas von Live Übertragungen haben können, sollten auch diese in textueller Form dargeboten werden. Es gibt dafür eigene Agenturen, in denen teilweise auch blinde Personen online das Gesprochene live mittippen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.2.5 Audiodeskription (aufgezeichnet) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Damit blinde und sehbehinderte Menschen der Handlung eines Films folgen können, sollten relevante Handlungsabläufe in Gesprächspausen beschrieben werden. In der Regel erfolgt dies in einer eigenen Audiospur, die zugeschaltet werden kann. Dies ist auf jeden Fall feiner als die Alternative, die Handlung nur ergänzend in textueller Form zusammenzufassen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.2.6 Gebärdensprache (aufgezeichnet) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Gehörlose sehen oft die Gebärdensprache als ihre Muttersprache an. Es ist für sie daher fein, wenn Inhalte auch als Gebärdenvideos verfügbar sind.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.2.7 Vertiefende Audiodeskription (Aufgezeichnet) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Wo Pausen nicht ausreichen, um Handlungsabläufe zu beschreiben, werden erweiterte Audiodeskriptionen angeboten.

role="note" Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.2.8 Medienalternative (Aufgezeichnet) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist für manche fein, wenn es grundsätzlich eine Medienalternative gibt, also etwa eine textuelle Beschreibung eines Films oder der Text eines aufgezeichneten Interviews nicht nur in den Untertiteln..

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.2.9 Reine Audioinhalte (Live) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist für Gehörlose und schwerhörige Menschen natürlich fein, wenn bei Radionachrichten auch live der gesprochene Text verfügbar ist.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.3.1 Information und Beziehungen (Info and Relationships) - Level A

Text des Erfolgskriteriums 1.3.1

Information, Struktur und Beziehungen, die dargestellt werden (conveyed through presentation) können technisch ermittelt werden (programmatically determined) oder sind im Text verfügbar.

Zum raschen Verständnis

Das Markup muss semantisch zu dem passen, was das Element visuell und von der Bedeutung her darstellt.

Was etwa als Überschrift fungiert, muss als solche gekennzeichnet sein. Und was als Überschrift gekennzeichnet ist, muss tatsächlich eine Überschrift sein.

WCAG 2.1 A

1.3.2 Bedeutungstragende Reihenfolge

Konformitätsstufe: Level A

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Wenn die Abfolge, in der Inhalt präsentiert wird, von Relevanz für die Bedeutung ist, kann für das Lesen technisch eine korrekte Abfolge festgelegt werden.

Zum raschen Verständnis

Wer mit einem Screen Reader arbeitet oder aus irgendeinem Grund Stylesheets deaktiviert hat, ist darauf angewiesen, dass im DOM Inhalte in einer sinnvollen Reihenfolge dargestellt werden. Verlangt wird im Erfolgskriterium, dass technisch zumindest eine sinnvolle Abfolge zur Verfügung gestellt wird. Es empfiehlt sich, schon das Standarddesign entsprechend anzulegen.

Insbesondere die Reihenfolge, in der Überschriften, Navigationslinks und Formularelemente (durch Drücken der Tabulator-taste) erreicht werden, muss passen.

Die Reihenfolge der Elemente muss also aus dem Code heraus verständlich sein. Ein Prüfverfahren wäre etwa, einfach den HTML-<body> von oben nach unten zu lesen.

Tabellen , die aus ihrer Natur zwei- oder mehrdimensional Inhalte darbieten, fallen nicht unter dieses Erfolgskriterium. Deren einzelne Elemente (Zellen) müssen in einer linearen Darstellung nicht allein stehend verständlich sein. Sie benötigen Techniken, die vor allem unter das Erfolgskriterium 1.3.1 Infos und Beziehungen fallen.

WCAG 2.1 A

1.3.3 Sensorische Charakteristiken (Level A)

Zum raschen Verständnis

Vorhandene Anleitungen zum Verständnis oder zur Bedienung von Inhalten dürfen nicht allein durch Größe, Anordnung oder akustische Signale realisiert werden. Dies ist besonders für sinnesbehinderte Menschen wichtig.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.3.4 Ausrichtung (Orientation) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Es sollte egal sein, ob ich mein Display im Hochformat (Portrait Mode) oder Querformat (Landscape Mode) verwende. Das Kriterium wurde durch Smart Phones und Tablets relevant und in den WCAG 2.1 neu eingeführt.

Die visuelle Darstellung kann oder sollte sich bei unterschiedlichen Darstellungsformaten unterscheiden, was natürlich auch für Hochformat und Querformat bei einem einzelnen Gerät gilt.

Ausnahmen

Ausgenommen sind wie immer Szenarien, in denen das Übergehen des Kriteriums ausreichend begründet werden kann. Als Beispiele werden angeführt:

  • Eine App für das Online Banking, die für eine Überweisung eine möglichst deutliche Ablichtung eines Schecks benötigt und dafür das Querformat vorschreibt.
  • Eine App, die eine Klaviertastatur darstellt und dies nur im Querformat zweckmäßig vermag.
  • Slides, die für eine Projektion gedacht sind, Fernseh- und Videoapplikationen oder Virtual Reality Inhalte, für die ein bestimmtes Format erforderlich ist.

Wenn eine bestimmte Ausrichtung unbedingt erforderlich ist, sollte jedenfalls darauf hingewiesen werden.

WCAG 2.1 AA

1.3.5 Bedeutung des Eingabefelds (Input purpose)

Konformitätsstufe: Level AA

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Die inhaltliche Bestimmung jedes Eingabefelds, in dem Daten über den Benutzer erhoben werden, kann technisch ausgewertet werden, sofern:

  1. das Eingabefeld einer Bestimmung dient, die in der Input Purposes for User Interface Components section (Präzisierte Bestimmungen für persönliche Eingaben.) festgelegt ist und
  2. der Inhalt unter Verwendung von Technologien eingebunden ist, welche die Identifikation der erwarteten Bedeutung von Eingabedaten unterstützen.

Anmerkungen zur Übersetzung

Die Nummerierung der beiden Bedingungen wurde von mir vorgenommen.

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Es differenziert genauer Arten von Eingabefeldern, die bereits mit dem type-Attribut bestimmt werden können ("email", "tel", …).

Mit exakt festgelegten Werten können im autocomplete-Attribut Angaben zum jeweiligen User an das Gedächtnis eines Browsers übergeben und von diesem wieder abgerufen werden.

Wenn es für personenbezogene Angaben Standards der technischen Identifikation der Bedeutung gibt, muss ein Eingabefeld den entsprechenden Wert im autocomplete -Attribut aufweisen. Voraussetzung ist lediglich, dass die verwendete Technologie das Attribut auch unterstützt.

Auch assistierende Technologien können diese Präzisierung der Bedeutung nützen, wenn etwa einzelnen Werten bestimmte Icons zugeordnet werden. Dies könnte das Verständnis für Menschen mit Lesebeeinträchtigungen erleichtern oder auch das Ausfüllen fremdsprachiger Formulare.

WCAG 2.1 AAA

1.3.6 Technisches Präzisieren des Verwendungszwecks (Identify Purpose) (Level AAA) - Neu in WCAG 2.1

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Es referenziert auf die erweiterten Möglichkeiten zur semantischen Präzisierung durch HTML5, ARIA und Ähnliches.

Wo es technische Möglichkeiten zur Anreicherung der Semantik gibt, ist es fein, wenn diese auch verwendet werden. Beispiele dafür sind:

  • Verwende HTML5 Regionen oder ARIA Landmark Roles.
  • Gib Icons Textalternativen.
    Nicht immer dürfen Icons als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Und manchmal sind sie auch mehrdeutig, wie etwa eine Lupe, die sowohl für Suche, als auch für Vergrößerung stehen kann.
  • Vergib eine passende Hierarchie für Überschriften .

Dieses Erfolgskriterium ist die verschärfte Variante von Erfolgskriterium 1.3.4 Präzisieren des allgemeinen Verwendungszwecks.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.4.1 Gebrauch von Farbe (Level A)

Zum raschen Verständnis

Farbe darf nicht der einzige Informationsträger sein, damit farbfehlsichtigen Menschen Informationen nicht entgehen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

1.4.2 Audiosteuerung (Level A)

Zum raschen Verständnis

Audiodateien, die automatisch abgespielt werden, müssen über Bedienmechanismen verfügen, wenn sie länger als drei Sekunden dauern. Diese könnten ansonsten bei der Nutzung einer Sprachausgabe stören.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.4.3 Kontrast (Minimum) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Um Schriften trotz Sehbehinderung oder bei schlechten Lichtverhältnissen möglichst gut lesen zu können, benötigen sie einen minimalen Helligkeitskontrast zum Hintergrund.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.4.4 Text vergrößern Resize text

Konformitätsstufe: Level AA

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Der Text kann ohne assistierender Technologien auf 200 Prozent vergrößert werden, ohne dass dadurch Inhalte oder Funktionalitäten verloren gehen.

Ausnahmen:

  1. Untertitel (von Videos)
  2. Bilder von Text

Anmerkungen zur Übersetzung

  • Ich habe die Ausnahmen in einer nummerierten Liste zusammengefasst.

Zum raschen Verständnis

Reiner Text sollte in der Regel im Browser zweifach vergrößert werden könne, ohne dass Inhalte oder Funktionalitäten verloren gehen. Ausgenommen sind Bilder von Text, also Pixelgrafiken, auf denen Text zu sehen ist, und Untertitel, die etwa in Videos eingeblendet sind.

Zu berücksichtigen sind insbesondere auch Formularbeschriftungen. Deren Sichtbarkeit und visuelle Zuordnung zu Formularelementen muss auch bei einer vergrößerten Darstellung gesichert sein.

Dieses Erfolgskriterium zielt auf Menschen und Situationen ab, bei denen eine geringe Textvergrößerung schon das Lesen erleichtert.

Für Menschen, die explizit auf eine Vergrößerungssoftware als assistierender Technologie angewiesen sind, gibt es keine eigenen Richtlinien. Für diesen Personenkreis wird die Optimierung der Darstellung an die Softwareentwicklung übertragen.

Technisch werden Vergrößerungsmöglichkeiten schon durch Browser angeboten. Dies kann über Grundeinstellungen, Menübefehle oder Shortcuts erfolgen. Testen sie in Ihrem Browser etwa folgende Bedienungsmechanismen:

  • STRG + + (Plus/Minus auf der numerischen Tastatur)
  • STRG + Mausrad (auf/ab)
  • STRG + 0 (Null)

Der letzte Befehl sollte meiner Erfahrung nach den Standardwert der Vergrößerung wiederherstellen.

Die Herausforderung an das Webdesign ist es, dass aus diesen Browserfunktionalitäten keine Darstellungsprobleme entstehen. Textbereiche dürfen sich bei zweifacher Vergrößerung nicht überlappen und der Text darf nicht über den Bildschirmrand hinaus gleiten, sodass ein horizontales Scrollen erforderlich wird.

Alternativ können anstelle der Browserfunktionalitäten auch auf dem Webauftritt Mechanismen bis zum zweifachen Vergrößern angeboten werden. Schalter für alternative Stylesheets lassen sich ja immer wieder finden. Sinnvoll sind sie zunächst, wenn sie nicht einfach Browserfunktionalitäten zur allgemeinen Vergrößerung der Schrift wiederholen. Derartige Lösungen können darüber hinaus sinnvoll sein, wenn bekanntermaßen Betroffene mit Browsern arbeiten, die noch keine Zoomfunktionalitäten aufweisen (IE 7).

WCAG 2.1 AA

1.4.5 Bilder von Text (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Text sollte in der Regel als Text verfügbar sein und nicht als Textgrafik. Eine Ausnahme ist etwa der Firmenschriftzug.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.4.6 Kontrast (Erhöht) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Damit Schriften trotz Sehbehinderung oder bei schlechten Lichtverhältnissen gut gelesen werden können, ist es fein, wenn sie über einen erhöhten Helligkeitskontrast verfügen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.4.7 Wenig oder keine Hintergrundsounds (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Für Menschen, die mit einer Sprachausgabe arbeiten, ist es fein, wenn auf Hintergrundgeräusche weithin verzichtet wird.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

1.4.8 Visuelle Präsentation (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Die Lesbarkeit eines Textes kann durch folgende Maßnahmen visuell optimiert werden:

  • Es ist fein, wenn sich Vordergrund- und Hintergrundfarbe einstellen lassen.
  • Die Lesbarkeit wird für einige Menschen verbessert, wenn maximal 80 Zeichen pro Zeile dargestellt werden. Für Chinesische, Japanische und Koreanische Schriftzeichen (CJK) wird nach spätestens 40 Zeichen ein Zeilenumbruch gemacht.
  • Es ist fein, wenn auf Blocksätze verzichtet wird.
  • Die Lesbarkeit wird erhöht, wenn der Zeilenabstand innerhalb eines Absatzes 1,5x beträgt. Der Abstand zwischen Absätzen sollte mindestens das 1,5-fache des Zeilenabstandes betragen.
  • Es ist fein, wenn Text auf mindestens 200 % vergrößert werden kann, ohne dass ein horizontales Scrollen erforderlich wird.
WCAG 2.1 AA

1.4.10 Reflow (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf die neuen Displayformate durch Smart Phones und Tablets. Das Kriterium wäre meines Erachtens aber auch schon seit 2008 sehr hilfreich gewesen.

Das Texting der WCAG ist teilweise äußerst kryptografisch. Ich würde das Erfolgskriterium 1.4.10 mit Scrolling bezeichnen. Ein anderer Vorschlag ist schlichtweg Responsive Webdesign.

Wenn auf einer Webseite immer wieder von links nach rechts und auch von oben nach unten gescrollt werden muss oder umgekehrt, erschwert dies die Wahrnehmbarkeit. Es sollte daher möglich sein, bloß in einer Dimension zu scrollen, um Inhalte und Funktionalitäten zu erfassen.

Maximalwerte und deren Implikationen

Als maximale Werte der Bildschirmdarstellung für eindimensionales Scrollen werden vorgegeben:

  • 320 Pixel Breite, um horizontales Scrollen zu vermeiden.
  • 256 Pixel Höhe, um vertikales Scrollen zu vermeiden.

Diese Werte resultieren aus der Optimierung für Smart Phones und der Vergrößerungsmöglichkeit basierend auf einer Optimierung für das Darstellungsformat 1280 x 1024 Pixel. Sie ermöglichen gleichzeitig eine Vergrößerung auf das vierfache bei dieser Auflösung.

Das Erfolgskriterium 1.4.8 Visuelle Präsentation hingegen verlangt lediglich zweifache Vergrößerungsmöglichkeiten ohne Darstellungsprobleme. Die Bedeutung mobiler Endgeräte verbessert also in diesem Punkt teilweise indirekt die allgemeinen Anforderungen für die Darstellungsmöglichkeiten.

Ausnahmen für das Erfolgskriterium 1.4.10

Es gibt natürlich Elemente auf Webseiten, die nicht auf das Darstellungsformat aus diesem Erfolgskriterium reduziert werden können, sei es aus der Natur des Elements oder weil andere Erfolgskriterien damit in Konflikt stehen. Wie im einzelnen mit solchen Interessenskonflikten umzugehen ist, dürfte nicht trivial sein.

Als legitime Ausnahmen für zweidimensionale Scrollen werden Elemente angeführt, die aus Gründen der Bedienbarkeit oder Bedeutung über die vorgegebenen Pixelzahlen hinausragen müssen. Dies können etwa Landkarten, Datentabellen, komplexe Diagramme oder Bedienungselemente für Anwendungen sein.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.4.11 Nicht-textueller Kontrast (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Die Richtlinien 1.4.3 und 1.4.6 legen den Minimalkontrast in unterschiedlichen Konformitätsstufen für Text fest. In diesem Erfolgskriterium wird seit WCAG 2.1 der Mindestkontrast auch explizit für Icons und Grafiken verlangt.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.4.12 Textabstände (Text Spacing) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Es wäre jedoch schon vorher für Desktop-Darstellungen hilfreich gewesen.

Abstände zwischen Absätzen, Zeilen, Wörtern und Zeichen sollten bis zu einem bestimmten Grad ohne Verlust von Inhalten oder Funktionalitäten erweitert werden können. Es soll also bei der Vergrößerung der Abstände zu keinen Überlappungen kommen und Schalter oder Links sollten nicht aus dem Blickfeld Viewport verschwinden.

Es empfiehlt sich beispielsweise, Textbereichen keine fixen Höhenangaben zuzuordnen. Beim Erweitern der Zeilenabstände könnten ansonsten Inhalte vom Bildschirm verschwinden.

Empfohlene minimale Erweiterungsmöglichkeiten
Element Erweiterungsmöglichkeit
Absatzabstände 2 × Zeichengröße
Zeilenhöhe 1,5 × Zeichengröße
Wortabstand 0,16 × Zeichengröße
Zeichenabstand 0,12 × Zeichengröße

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

1.4.13 Inhalt bei Hover oder Fokus (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Es geht hier vor allem um Tooltipps. Was sollte gewährleistet sein, wenn Inhalte durch Mausbewegung (Hover-Effekte) oder Tastaturbedienung (Fokuseffekte) ein- und ausgeblendet werden?

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Es wäre meines Erachtens aber auch schon seit 2008 sehr hilfreich gewesen.

Anforderungen an einblendbare Inhalte via Hover- oder Fokuseffekte

Ausblendbar
Ein Mechanismus ist verfügbar, um den eingeblendeten Inhalt ohne Mausbewegung oder Tastatureingabe auszublenden. Eine mögliche Lösung wäre etwa das Drücken der Escape-Taste zum Ausblenden eines Tooltipps.
Ausgenommen sind Fehlermeldungen bei Formulareingaben oder Inhalte, die keine anderen Inhalte überblenden.
Überstreichbarkeit (Hoverable)
Wenn der ergänzende Inhalt durch Zeigerbewegung eingeblendet werden kann, sollte dieser bei einer weiteren Zeigerbewegung über den ergänzenden Inhalt nicht gleich wieder ausgeblendet werden.
Dies ist ein gängiges Problem bei der Nutzung eines Vergrößerungsprogramms: Der eingeblendete Inhalt ragt über das Zoomfenster hinaus. Sobald ich das Zoomfenster mit der Maus verschieben möchte, ist der Tooltipp auch schon weg.
Verbleibend
Der eingeblendete Inhalt verbleibt, solange der Zeiger oder der Tastaturfokus den Bereich nicht verlässt, der ergänzende Inhalt nicht aktiv ausgeblendet wird und die Zusatzinformation gültig ist.

Ausnahmen für das Erfolgskriterium 1.4.13

Die visuelle Darstellung der ergänzenden Information wird durch den Browser gesteuert und diese Steuerung wird nicht weiter manipuliert. Damit sind etwa TITLE-Attribute in HTML erlaubt.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.1.1 Tastatur

Konformitätsstufe: Level A

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Die gesamte Funktionalität des Inhalts ist mit der Tastatur bedienbar, wobei keine zeitlichen Anforderungen an die einzelnen Tastaturanschläge bestehen.

Ausnahme:

Eine dahinter liegende Funktion erfordert eine Eingabe, die von der Bahn einer Nutzerbewegung abhängt und nicht nur von Endpunkten.

Anmerkung 1: Diese Ausnahme bezieht sich auf die dahinter liegende Funktion und nicht die Eingabetechnik. Wenn beispielsweise Handschrift zur Texteingabe verwendet wird, erfordert die Eingabetechnik (Handschrift) eine bestimmte Bewegungsbahn, nicht aber die dahinter liegende Funktion (Texteingabe).

Anmerkung 2: Die Möglichkeit der Bedienung mittels Maus oder anderen Methoden in Ergänzung zur Tastaturbedienung ist damit weder verboten noch soll davon abgeraten werden.

Anmerkungen zur Übersetzung

Ich habe die Ausnahmebestimmungen unter einem eigenen Punkt explizit ausgearbeitet.

Zum raschen Verständnis

Funktionalitäten auf Webseiten müssen auch für reine Tastaturbedienung, also auch ohne Maus verfügbar sein. Insbesondere komplexere Komponenten, wie verschachtelte Navigationen, Schieberegler und Ähnliches weisen hier häufig Probleme auf.

Die Eingabe sollte auch nicht von zeitlichen Komponenten der Tastatureingabe abhängen. Weder ein Zeitpunkt noch die Dauer des Drückens einer Taste sollte bei der Bedienung von Relevanz sein.

Ausnahmen: Zeichenprogramme für freihändiges Malen, handschriftliche Eingabe oder Flugsimulatoren für ein Helikoptertraining erfordern allesamt eine feinkörnige und gelegentlich gleichzeitig zeitspezifische Eingabe, bei der die Bewegungsbahn von Relevanz sind.

Probleme bei der reinen Tastaturbedienung spiegeln sich übrigens vielfach in Problemen bei der Bedienung mittels Spracheingabe wieder.

Ein Trainingsprogramm, das die Dauer der Eingabe für eine Übung lediglich misst, wäre von diesem Erfolgskriterium nicht betroffen.

Dieses Erfolgskriterium wird im Erfolgskriterium 2.1.3 auf (Level AAA) ohne Ausnahmen verschärft.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.1.2 Keine Tastaturfallen (Level A)

Zum raschen Verständnis

Es muss möglich sein, aus einem Seitenbereich alleine durch Tastaturbefehle, also ohne Mausklick oder Wischen am Display wieder herauszukommen.

Dieses Problem tritt gelegentlich bei Webapplikationen auf, die mittels Scripts realisiert sind.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

2.1.3 Tastatur (Keine Ausnahmen) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Eine Tastaturbedienung ist immer ohne Zeitdruck und für alle Funktionalitäten möglich. Dieses Erfolgskriterium ist die verschärfte Variante des Erfolgskriteriums 2.1.1.

Dieses Kriterium wurde vermutlich besonders deshalb als Level AAA eingestuft, weil beim Ausfüllen von Formularen aus Sicherheitsgründen Zeitlimits zweckmäßig sein können, es aber für manche oder manchmal fein wäre, ohne Zeitlimits auszukommen. Außerdem wird es zum Verzicht auf bestimmte Anwendungen auf Webauftritten kommen, die (Level AAA) erzielen wollen oder müssen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.1.4 Tastaturbefehle (Character Key Shortcuts) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Wenn auf einer Webseite Tastaturbefehle mit Buchstaben, Ziffern oder anderen Zeichen angeboten werden, sollte zumindest auf eine der folgenden Weisen Überlappungen mit Tastaturbefehlen für Browser oder Assistierende Technologien vermieden werden:

  1. Die Kurztaste kann deaktiviert werden.
  2. Der Tastaturbefehl kann durch zusätzliche Funktionstasten modifiziert werden, wie etwa STRG, Alt oder Cmd.
  3. Der Tastaturbefehl ist nur aktiv, wenn das Element gerade den Fokus besitzt.

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Es wäre meines Erachtens aber auch schon seit WCAG 2.0 erforderlich gewesen.

WCAG 2.1 A

2.2.2 Pause, Stopp, Verbergen

Konformitätsstufe: Level A

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Kernaussage

Elemente, die sich bewegen, blinken, scrollen oder automatisch Informationen aktualisieren, müssen über Mechanismen zum Anhalten, Abbrechen oder Ausblenden verfügen.

Ausnahmen

  1. Eine Bewegung, ein Blinken oder ein Scrollen ist unentbehrlich für die jeweilige Aktivität.
  2. Die Darstellungsänderungen beginnen nicht automatisch.
  3. Die Bewegung, das Blinken oder Scrollen dauern weniger als fünf Sekunden.
  4. Die Darstellungsänderung wird nicht parallel zu anderen Inhalten präsentiert.
  5. Bei Informationen, die automatisch aktualisiert werden, lässt sich die Frequenz der Aktualisierung steuern.

Anmerkungen (innerhalb des Erfolgskriteriums)

  1. Anforderungen an flackernde oder blitzende Elemente werden in den Erfolgskriterien 2.3.1 und 2.3.2 behandelt.
  2. Weil Inhalte, welche dieses Erfolgskriterium nicht erfüllen, die Fähigkeit einzelner Benutzer stören können, den gesamten Webauftritt zu nutzen, muss jeglicher Inhalt des Webauftritts dieses Erfolgskriterium erfüllen, unabhängig von Ambitionen zur Erfüllung anderer Kriterien.
    Nicht-Störende Elemente (Non-Interference) Konformitätserfordernis 5
  3. Ein Inhalt, der periodisch durch Software aktualisiert oder an den Browser gestreamt wird, muss keine Information vorsehen oder darstellen, die zwischen dem Beginn einer Pause und der Fortsetzung der Wiedergabe generiert oder empfangen wird.
    Dies könnte technisch unmöglich und in vielen Fällen irreführend sein.
  4. Eine Animation, die als Teil einer Vorladephase oder unter ähnlichen Umständen auftritt, kann in folgenden Zusammenhängen als wesentlich angesehen werden:
    1. Niemand kann in dieser Phase Interaktionen durchführen.
    2. Die fehlende Anzeige des Fortschritts könnte bei der Nutzung verwirren.
    3. Die fehlende Anzeige des Fortschritts könnte bei der Nutzung den Eindruck erwecken, dass der Inhalt eingefroren oder abgestürzt ist.

Anmerkungen zur Übersetzung

  • Die Zwischenüberschriften wurden von mir ergänzt.
  • Ich habe den Aufbau und die Formulierung dieses Erfolgskriteriums massiv umgearbeitet, um die Verständlichkeit zu verbessern. Weitere Präzisierungen oder Hinweise sind willkommen.
  • Ich habe die Ausnahmebestimmungen unter einem eigenen Punkt explizit ausgearbeitet.
  • Ich habe die Ausnahmen in einer nummerierten Liste zusammengefasst.
  • Ich habe die Anmerkungen in einer nummerierten Liste zusammengefasst.
  • In der Anmerkung 1 habe ich den Verweis auf die Richtlinie 2.3 durch Verweise auf die Erfolgskriterien 2.3.1 und 2.3.2 ersetzt. Das in den WCAG 2.1 ergänzte Erfolgskriterium 2.3.3 ist in diesem Kontext nicht relevant.
  • In der Anmerkung 4 habe ich die Bedingungen in einer nummerierten Liste aufgefächert.

Zum raschen Verständnis

Grundsätzliche Bedeutung

Der verlinkte Hinweis in Anmerkung 2 streicht die Relevanz der Einhaltung dieses Kriteriums selbst innerhalb der Konformitätsstufe A hervor. An dessen Einhaltung kann nicht nur die Barrierefreiheit eines einzelnen Elements hängen, sondern des gesamten Webauftritts, wenn Elemente störend eingesetzt werden. Die Erfüllung dieses Erfolgskriteriums nimmt also eine Schlüsselrolle für einen ganzen Webauftritt ein.

Allgemeine Anforderungen

Es geht um visuelle Effekte, Bewegungen, Scrollen oder Ähnliches. Die Intention dieses Erfolgskriteriums ist, es für potentiell verstörende oder irritierende visuelle Elemente Darstellungsmechanismen zur Verfügung zu stellen.

Animationen, die automatisch starten, müssen über Bedienungsmechanismen verfügen, welche die Animation entweder anhalten, abbrechen oder verbergen.

Die Schalter zum Anhalten, Abbrechen oder Verbergen sollten sich technisch im DOM oberhalb der Animation befinden. Menschen, die mit einem Screen Reader arbeiten, aber etwa über Vergrößerungsmechanismen auch noch über eine visuelle Wahrnehmung verfügen, haben dadurch einen raschen Zugriff auf die Bedienungselemente.

Beispiele

Beispiele für visuelle Animationen, die unter dieses Erfolgskriterium fallen, sind:

  1. Karusselle und Diashows
  2. Videos und animierte Werbeanzeigen
    Wenn etwa ein Werbevideo zwingend für alle in einem Vollbildmodus dargestellt wird, sind keine Bedienungsmechanismen verlangt.
  3. Automatisch aktualisierte Live Regionen (Börseticker, Wetterdaten oder Fahrplananzeiger).
  4. Scrollende Anzeigen für Neuigkeiten.
  5. Blinkende Hinweispfeile für den nächsten Schritt in einem Formular.
  6. Fortschrittsanzeiger (Loading Animation):
    Kein Problem, wenn sich die Statusanzeige in einem eigenen Fenster befindet und mit einer adäquaten Erläuterung versehen ist (Bitte warten).

Ausnahmebestimmungen zu 2.2.2 verstehen

Generell ausgenommen von der Verpflichtung zu Steuerelementen sind:

  1. Kurze Animationen, die weniger als fünf Sekunden dauern. Das Auslösen von Bedienungselementen würde ohnedies so lange dauern.
  2. Seiten und Seitenbereiche, die von ihrem Wesen her die gesamte Zeitspanne oder die Unbedienbarkeit benötigen. Denken wir etwa an Simulatoren oder bestimmte Demonstrationen von Problembereichen von Animationen.
  3. Videos und andere Animationen, die im Vollbildmodus dargestellt werden, also keine anderen Seiteninhalte stören können. Die Darstellung von Bedienungsmechanismen könnte die Gesamtdarstellung des Inhalts selbst stören.

Inhalte, die sich automatisch aktualisieren erhalten folgende Ausnahmebestimmungen:

  1. Die Frequenz der Aktualisierung kann gesteuert werden. Bei der Nutzung kann individuell zwischen dem Nutzen durch die Aktualisierung und potentielle visuelle Beeinträchtigungen abgewogen werden.
  2. Elemente mit permanenten Aktualisierungen müssen zwangsläufig länger als fünf Sekunden dauern, weil sich individuelle Werte auch danach relevant ändern können.

Spezielle Hinweise der WAI

In den erläuternden Informationen zu diesem Erfolgskriterium werden vermutlich auf Grund schlechter Erfahrungen einige grundsätzliche Anforderungen an Inhalte angeführt. Hier eine kurze Aufstellung von potentiellen Themen:

Die Bedienungselemente für Animationen dürfen natürlich nicht selbst zu Bedienungsproblemen führen. Beim Auslösen etwa eines Pause-Schalters muss weiterhin die Tastaturbedienbarkeit gewährleistet bleiben:

  • Die Schalter dürfen zu keinen Tastaturfallen (Erfolgskriterium 2.1.2) führen.
  • Der Tastaturfokus muss an der Stelle bleiben, an der ein Mechanismus ausgelöst wurde.
  • Die Animation darf natürlich auch nicht gleich wieder Starten, wenn der Fokus vom Bedienungselement weiter bewegt wird.

Die Ausdrücke Blinkend und Blitzend (Blinking and Flashing) können sich auf ein und dasselbe Element als potentielles Problem beziehen. Ich versuche hier die die Thematik übersichtlich darzustellen, wie sie in den Erläuterungen zum Erfolgskriterium angeführt werden.

Ein Blinken, das eine größere Fläche einnimmt, ziemliche Helligkeitsunterschiede aufweist und über eine kritische Frequenz verfügt, wird in den Erläuterungen potentiell mit einem Blitzen gleichgestellt.

Fortsetzen nach der Unterbrechung

Die Fortsetzung von angehaltenen oder verborgenen Inhalten kann folgendermaßen erfolgen:

  1. Die Fortsetzung beginnt an der Stelle, an der angehalten wurde. Dies wird für Videos und Karusselle zweckmäßig sein.
    Erfolgskriterium 2.2.1 Zeit anpassbar
  2. Die Fortsetzung setzt mit Echtzeitinformationen ein. Dies wird bei Inhalten zweckmäßig sein, die automatisch aktualisiert werden oder Statusinformationen enthalten. Börsewerte oder aktuelle Wetterangaben könnten sich seit dem Anhalten geändert haben.
    Für Screen Reader sollten dabei parallel Anforderungen an Live Regionen berücksichtigt werden.
WCAG 2.1 AAA

2.2.4 Unterbrechungen (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Außer in Notsituationen ist es fein, wenn Unterbrechungen gesteuert werden können.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

2.2.5 Erneute Authentifizierung (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Bei der Re-Authentifizierung innerhalb einer Session ist es fein, wenn bereits eingegebene Daten noch vorhanden sind.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

2.2.6 Zeitunterbrechungen (Timeouts) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Wenn eine länger dauernde Inaktivität auf einer Webseite zu Datenverlust führt, wird erst eine Warnung ausgegeben, sofern die Daten nicht 20 Stunden verfügbar bleiben.

Dieses Kriterium entstresst Menschen, die etwa auf Grund einer Lernbehinderung oder während der parallelen Kinderbetreuung schon einmal länger an einer Formulareingabe arbeiten. Es wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt.

Datenschutzhinweise zum Erfolgskriterium 2.2.6

Die WCAG weist übrigens ausdrücklich darauf hin, dass beim Sichern von Eingabedaten Datenschutzfragen tragend werden könnten. Entsprechende Maßnahmen könnten als Infos vor der Formulareingabe oder mittels Zustimmungsschalter realisiert werden. Eine rechtliche Expertise könnte also bei der Realisierung erforderlich sein.

WCAG 2.1 A

2.3.1 Dreifaches Flackern oder unter dem Schwellenwert

Konformitätsstufe: Level A

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Webseiten enthalten keine Elemente, in denen jemals ein dreifaches Flackern innerhalb einer Sekunde auftritt, sofern sich das Blitzen nicht unterhalb des Schwellenwerts für allgemeines und rotes Blitzen befindet.

Anmerkung: Weil Inhalte, welche dieses Erfolgskriterium nicht erfüllen, die Fähigkeit einzelner Benutzer stören können, den gesamten Webauftritt zu nutzen, muss jeglicher Inhalt des Webauftritts dieses Erfolgskriterium erfüllen, unabhängig von Ambitionen zur Erfüllung anderer Kriterien.
Keine störenden Elemente (Non-Interference) Konformitätserfordernis 5

Zum raschen Verständnis

Es ist bekannt, dass Flackern am Bildschirm bei einigen Menschen ab einer bestimmten Frequenz Anfälle auslösen kann. Diese Anfälle warden als photosensitiv bezeichnet, also als durch Lichteinwirkung ausgelöst.

Insbesondere werden flackernde Animationen mit rotem Licht als gefährdend angeführt. Ich gebe diese Hinweise ohne eigene Erfahrungswerte oder Recherchen einfach so wieder.

Ein solches Flackern darf daher am Bildschirm nicht häufiger als dreimal pro Sekunde erfolgen, sofern es nicht unter einer Wahrnehmungsschwelle liegt. Es darf auch nie innerhalb einer längeren Animation oder einem Video auftreten.

Die Wahrnehmungsschwelle wird aus der Größe des Elements, den Leuchtdichteunterschieden (Helligkeitsunterschieden) und den Übergängen zwischen den Helligkeitsphasen ermittelt. Diese höchst komplexen Prüfungsanforderungen werden unter folgendem Link beschrieben:

WCAG 2.1 AAA

2.3.2 Drei Blitze (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn generell das aufblitzen nicht öfter als dreimal pro Sekunde erfolgt.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

2.3.3 Animation von Interaktionen (Animation from Interaction ) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Wird durch eine Interaktion eine Animation mit Bewegungen ausgelöst, müssen diese Bewegungen abgeschaltet werden können. Gemeint sind etwa Elemente, die über den Bildschirm gleiten oder sich langsam vergrößern.

Ausgenommen sind Animationen, die für die Funktionalität oder die Information erforderlich sind.

Dieses Kriterium soll Menschen Erleichterungen bringen, die zu Schwindelgefühle bei bewegten Animationen neigen oder durch solche gar Anfälle erleiden können. (Vestibuläre Beeinträchtigungen). Es wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt.

WCAG 2.1 A

2.4.1 Blöcke umgehen (Level A)

Zum raschen Verständnis

Bei der Bedienung ohne Maus müssen wiederkehrende und damit möglicherweise schon bekannte Seitenbereich, wie etwa die Hauptnavigation, mit Tastaturbefehlen übersprungen werden können.

Typischerweise erfolgt dies durch den Einsatz eines Einsprungmenüs und von Akkordeons.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.4.2 Seite hat einen Titel (Page Titled)

Konformitätsstufe: Level A

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Webseiten verfügen über einen Titel, der Inhalt oder Zweck beschreibt.

Zum raschen Verständnis

Jede einzelne Webseite muss über einen individuellen Seitentitel verfügen, der deren Inhalt oder Funktionalität knapp und präzise zusammenfasst.

In HTML wird dies im <head>-Bereich mit dem <title> Element realisiert.

Redaktionell Betraute müssen darin geschult sein, wie dies im jeweiligen CMS zu bewerkstelligen ist.

WCAG 2.1 A

2.4.3 Fokusreihenfolge

Konformitätsstufe: Level A

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Wenn eine Webseite fortlaufend durch Tastaturbefehle navigiert werden kann und die Navigationsschritte Bedeutung oder Bedienung beeinflussen, so erhalten fokussierbare Komponenten den Fokus in einer Reihenfolge, die Bedeutung und Bedienbarkeit wahren.

Zum raschen Verständnis

Links, Eingabefelder, Schalter und andere Formularelemente können durch Drücken der Tabulator-Taste ohne Maus angesteuert werden. Sie sind die fokussierbaren Elemente, die von diesem Erfolgskriterium berührt werden.

Die Reihenfolge, in der fokussierbare Elemente technisch und visuell angeordnet sind, muss bedeutungsvoll und bedienbar sein.

Die Fokusreihenfolge korrekt umzusetzen wird besonders dann aufwendig, wenn innerhalb einer Webseite zwischen unterschiedlichen Ebenen gewechselt werden kann und soll. Ein Dialogfeld (modal dialog) weist etwa folgende Anforderungen an die Fokusreihenfolge und Tastaturbedienung auf:

  1. Wird der zuständige Schalter gedrückt, öffnet sich das Dialogfeld und der Fokus befindet sich auf dem ersten interaktiven Element im Dialogfeld.
  2. Solange das Dialogfeld bearbeitet wird, verlässt der Fokus nicht das Dialogfeld. Nach dem letzten Bedienelement springt der Fokus durch Drücken der Tabulator-Taste etwa wieder zum ersten Element im Dialog.
  3. Nach dem Verlassen des Dialogfelds kehrt der Fokus zum zuständigen Schalter zurück oder springt zu dessen nachfolgenden Element.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.4.4 Zielbeschreibung eines Links (Link Purpose) im Kontext

Konformitätsstufe: Level A

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Der Zweck von jedem Link ist verständlich

  1. alleine durch die Linkbeschriftung
  2. oder durch die Linkbeschriftung im unmittelbaren technischen Kontext,

außer der Linktext ist für alle mehrdeutig.

Anmerkungen zur Übersetzung

Die Listensemantik habe ich zur besseren Verständlichkeit hinzugefügt.

Zum raschen Verständnis

Der Text eines Links muss verständlich den Inhalt der Webseite beschreiben, zu der er führt. Zulässig sind:

  1. Der Linktext oder bei einer Linkgrafik der Alternativtext selbst sind aussagekräftig.
  2. Die Bedeutung des Links erschließt sich aus dem Absatz, dem Listenelement oder der Tabellenzelle, in der er sich befindet. Auch eine Tabellenüberschrift, unter der sich der Link befindet, kann unter Umständen ausreichend Aufschluss geben.

Ausnahme:

Der Linktext ist auch für Menschen mehrdeutig, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Der Linktext Artikel des Tages kann zu einem Sonderangebot führen oder zu einem besonders gut gelungenen Text.

Die Mindestanforderung an Linkbeschriftungen in diesem Erfolgskriterium ist ein erläuternder Text im technischen Kontext. Die verschärfte Variante im Erfolgskriterium 2.4.9 Zielrichtung eines Links allein stehend wird in der Konformitätsstufe AAA (Triple A) eingeordnet.

WCAG 2.1 AA

2.4.5 Mehrere Wege (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Es sollte innerhalb eines Webauftritts mehrere Möglichkeiten geben, einzelne Webseiten anzusteuern. Typischerweise werden dafür neben der Hauptnavigation ein Suchformular, eine Sitemap oder Breadcrumbs angeboten. Auf zweiterblick.at ist etwa ein Formular mit Direktlinks vorgesehen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

2.4.6 Überschriften und Beschriftungen (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Überschriften und Beschriftungen sind eine zentrale Hilfe bei der Bedienung einer Webseite, wenn sie semantisch korrekt gestaltet sind.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

2.4.7 Fokus sichtbar

Konformitätsstufe: Level AA

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Jegliche Benutzeroberfläche, die mit Tastaturbefehlen bedient werden kann, verfügt über eine Bedienungsweise, bei der ein Indikator für den Tastaturfokus sichtbar ist.

Zum raschen Verständnis

Durch Drücken der Tabulator-Taste können Links und Formularelemente nacheinander angesteuert werden. Auf welchem dieser fokussierbaren Elemente sich der Fokus gerade tatsächlich befindet, sollte sichtbar sein. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sehende Menschen, die auf eine reine Tastaturbedienung angewiesen sind, wissen, welches Seitenelement sie aktuell mit Tastaturbefehlen bedienen können.

Nun verfügen Browser bereits standardmäßig über eine visuelle Hervorhebung des fokussierten Elements. Vergrößerungsprogramme und andere assistierende Technologien erlauben darüber hinaus eine individuelle Konfiguration des visuellen Indikators für den Fokus. Braucht es darüber hinaus überhaupt noch ein explizites Design der Fokusindikatoren für individuelle Webauftritte?

Die Frage wurde bereits 2014 in einer Diskussionsliste der WAI behandelt. Fazit: Um das Erfolgskriterium 2.4.7 zu erfüllen, genügt es, sich auf die Browser zu verlassen. Aber die visuelle Darstellung des Fokus lässt sich darüber hinaus verbessern:

WCAG 2.1 AAA

2.4.8 Standort (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn es auf einer Webseite Informationen über den jeweiligen Standort innerhalb des Webauftritts gibt. Im Fachjargon werden diese Standortinformationen Breadcrumbs genannt. Der Webslang ist kreativ und erinnert an die Brotkrümel, mit denen Hänsel und Gretel zurückfinden wollten.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

2.4.9 Zielbeschreibung eines Links (Link Purpose) allein stehend

Konformitätsstufe: Level AAA

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Ein Mechanismus ist verfügbar, der bei jedem Link erlaubt, alleine aus der Linkbeschriftung den Zweck des Links zu erkennen, außer der Linktext ist für alle mehrdeutig.

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn die Bedeutung eines Links durch den Linktext oder den adäquatem Alternativtext einer Linkgrafik nicht erst aus dem Kontext verständlich wird, sondern unmittelbar aus dem Linktext. Dieses Kriterium ist die verschärfte Variante von Erfolgskriterium 2.4.4 Zielrichtung eines Links im Kontext.

Der Ausdruck Mechanismus wurde gewählt, um folgende Optionen als ausreichend zu deklarieren:

  1. Der Linktext ist standardmäßig für sich stehend verständlich.
  2. Ein Mechanismus steht bereit, der Links für sich stehend verständlich macht.

Dass auch in dieser verschärften Variante für mehrdeutige Inhalte eine Ausnahme gemacht wird, überrascht mich. Präzisere Formulierungen würden auch mehrdeutige Informationen alleine aus dem Linktext verständlich machen. Mir scheint nicht ganz eindeutig festgelegt, ob durch einen Mechanismus generierte für sich allein stehende Inhalte auch unzweideutig sein sollten. Informationen aus dem Understanding SC 2.4.9 legen das nahe.

WCAG 2.1 AAA

2.4.10 Abschnittsüberschriften (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn Inhalte einer Webseite durch Überschriften strukturiert werden. Dieses Erfolgskriterium ist in größeren Dokumenten und auf umfangreicheren Webseiten von Relevanz.

Abschnittsüberschriften sind zur Strukturierung von Inhalten gedacht. Komponenten zur Interaktion fallen unter das Erfolgskriterium 4.1.2 Name, Rolle, Wert .

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.5.1 Zeiger Gesten (Pointer Gestures) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf die neuen Bedienungskonzepte auf Touch Screens

Gesten, die mit mehreren Punkten gleichzeitig oder Pfaden eine Funktionalität auslösen, müssen über alternative Mechanismen verfügen, die diese Funktionalitäten auslösen. Die alternativen Mechanismen müssen auf einem einzelnen Punkt ausgelöst werden können.

Ausgenommen sind Anwendungen, bei denen die Eingabe mit mehreren Punkten oder durch einen Pfad unbedingt erforderlich sind.

WCAG 2.1 A

2.5.2 Zeiger Abbruch (Pointer Cancellation) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf die neuen Bedienungskonzepte auf Touch Screens

Bei Bildschirmaktionen sollen durch Klick mit der Maus oder am Touch Screen nicht unbeabsichtigte Ereignisse ausgelöst werden. Dieses Kriterium kann bei motorischen Beeinträchtigungen von besonderer Relevanz sein (Tremor, Straßenbahn, Entzug, …).

Zum Verständnis der Bestimmungen ist die Unterscheidung von Down-Events und Up-Events von Bedeutung. Ersteres löst eine Aktion beim Drücken einer Maustaste oder beim Berühren eines Touch Screen aus. Zweiteres löst die Aktion erst aus, wenn der Finger Maus oder Touch Screen verlässt.

Anmerkung: Die Anforderungen gelten natürlich nicht für Aktionen zur Steuerung von Browser oder Assistierenden Technologien.

Bestimmungen im Einzelnen

Wenn eine Aktion mit einem Klick ausgelöst werden kann, muss zumindest eine der folgenden Bestimmungen erfüllt sein:

  1. Das Niederdrücken alleine löst noch gar nichts aus.
  2. Die Funktionalität wird erst beim Auslassen von Maus oder Touch Screen ausgelöst (Up-Event) und ein Mechanismus steht zur Verfügung, um die Aktion abzubrechen oder rückgängig zu machen. Typischerweise sind derartige Funktionalitäten beim Löschen von Dateien von höchster Relevanz.
  3. Das Auslassen von Maus oder Touch Screen (Up-Event) führt zum Zustand vor dem auslösen der Aktion zurück.
  4. Das unmittelbare Auslösen der Aktion ist für den Vorgang essentiell.
    Dies ist etwa beim Drücken auf eine Taste der Bildschirmtastatur der Fall.
WCAG 2.1 A

2.5.3 Beschriftung mit Namen (Label in Name) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf die verbesserten Bedienungsmöglichkeiten durch Spracheingabe.

Damit Links und Schalter mit einer Spracheingabe bedient werden können, müssen sie über eine sichtbare Beschriftung verfügen, die dem Namen des Elements entspricht. Bestenfalls befindet sich der Text der Beschriftung am Beginn des Namens.

In den Informationen zum Verständnis des Erfolgskriteriums (extern) wird für Icons der Text als Beschriftung angesehen, der beim Hovereffekt erscheint, also in HTML der Text im title-Attribut.

WCAG 2.1 AAA

2.5.5 Größe der Schaltfläche (Target Size ) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Die Schaltfläche für Eingabeelemente ist mindestens 44 × 44 Pixel groß, damit sie mit der Maus oder am Smart Phone gut bedient werden kann. Dieses Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt, wohl wegen der Bedienbarkeit von Touch Screens. .

Ausnahmen

  1. Ein Element mit derselben Funktionalität und der vorgegebenen Mindestgröße befindet sich auf der Webseite.
  2. Die Schaltfläche befindet sich inline in einem Text.
  3. Die Größe der Schaltfläche wird vom Browser vorgegeben.
  4. Die Schaltfläche muss für die partikuläre Darstellung aus essentiellen Gründen kleiner sein.
WCAG 2.1 AAA

2.5.6 Unterschiedliche Bedienungsmechanismen (Concurrent Input Mechanisms) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn Webinhalte auf unterschiedliche Bedienungskonzepte hin angelegt werden, seien es Tastatur, Maus, Touch Screen, Spracheingabe oder was immer noch kommen mag. Auch eine parallele Nutzung oder das Wechseln zwischen Bedienungskonzepten sollte möglich sein.

In JavaScript sind wir auf einem sicheren Weg, wenn Event Handler eingesetzt werden, die Eingabeunabhängig sind (focus, blur, click). In HTML ist man meines Wissens generell auf Schiene.

Auf diese Weise können auch unübliche Bedienungskonzepte zum Einsatz kommen, etwa die Bedienung eines Tablets mit externer Tastatur oder Maus. Das Erfolgskriterium wurde in den WCAG 2.1 auf Grund der vielfältigen neuen Bedienungskonzepten neu eingeführt.

Ausnahmen

  • Es liegt in der Natur der Sache, dass gewisse Bedienungskonzepte ausgeschlossen sind. Dies wäre etwa auf einer Übungsseite zur Bedienung eines Touch Screens mit Screen Reader Funktionalitäten gegeben.
  • Event Handler speziell für Tastatur, Maus oder Touch Screen sind erforderlich, um die Sicherheit des Inhalts zu gewährleisten.
  • Einschränkungen auf Bedienungskonzepte sind erforderlich, um individuelle Einstellungen zu respektieren.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

2.5.4 Steuerung durch Bewegung (Motion Actuation ) (Level A)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf die neuen Bedienungskonzepte auf Smart Phones.

Funktionalitäten, die durch körperliche Bewegung des Geräts oder des Users ausgelöst werden können, müssen auch durch konventionelle Komponenten des User Interface ausgelöst werden können. Wenn ich beispielsweise durch Schütteln meines Smart Phones eine Aktion rückgängig machen kann, muss das auch mit Maus und Tastatur möglich sein.

Zusätzlich muss die Steuerung durch Bewegung meines Gerätes auch gänzlich abgestellt werden können. Menschen mit chronischem Tremor sollten dadurch vor ständigen unwillkürlichen Eingaben bewahrt werden.

Ausnahmen

  • Das Erfolgskriterium ist für Bewegungssensoren gedacht, die sich gewöhnlich in mobilen Geräten befinden oder Gesten vor der Kamera, die Aktionen auslösen.
    Tastatureingaben oder Mausbewegungen sind ebenso wie Änderungen von GPS-Daten nicht dessen Zielrichtung.
  • Die Bewegungswahrnehmung wird für eine Funktionalität benötigt, die durch ein barrierefreies Interface bedient werden kann. Ein Beispiel dafür wäre ein Schrittzähler, der barrierefrei bedient werden kann.
  • Die Bewegung ist essentiell für die Funktionalität, etwa zur Ausrichtung eines Kompasses.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

3.1.1 Sprache der Seite

Konformitätsstufe: Level A

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Die grundlegende menschliche Sprache jeder Webseite kann programmtechnisch ermittelt werden.

Zum raschen Verständnis

Damit Screenreader eine Seite sicher mit der entsprechenden Sprache vorlesen, muss im HTML Header die "natürliche" Sprache der Seite festgelegt sein.

WCAG 2.1 AA

3.1.2 Sprache von Teilen

Konformitätsstufe: Level AA

Freie Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Die menschliche Sprache von jedem Abschnitt oder Ausdruck im Inhalt kann programmtechnisch ermittelt werden.

Ausnahmen:

  1. Eigennamen,
  2. technische Ausdrücke,
  3. Wörter mit unbestimmter Sprache,
  4. Wörter oder Phrasen, die Teil der Landessprache des unmittelbar umgebenden Textes geworden sind.

Anmerkungen zur Übersetzung

  • Ich habe die Ausnahmebestimmungen unter einem eigenen Punkt explizit ausgearbeitet.
  • Ich habe die Ausnahmen in einer nummerierten Liste zusammengefasst.

Zum raschen Verständnis

Damit assistierende Technologien wie Screen Reader beim Vorlesen des Textes eine angemessene Sprachausgabe verwenden können, muss in der Regel die natürliche Sprache von Textteilen technisch gekennzeichnet werden, die von der Standardsprache der Webseite abweichen.

WCAG 2.1 AAA

3.1.4 Abkürzungen (Level AAA)

Es ist hilfreich, wenn Abkürzungen im HTML-Code mit dem entsprechenden Attribut <abbr> gekennzeichnet werden. Zusätzlich sollte die Abkürzung im Text beim ersten Auftreten auf einer Webseite verständlich gemacht werden. Das title-Attribut im <abbr>-Tag stellt kein hinreichendes Merkmal zur Gewährleistung der Barrierefreiheit dar, da es für die reine Tastaturbedienung nicht unbedingt wahrnehmbar ist.

WCAG 2.1 AAA

3.1.5 Leseniveau (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Für Menschen mit Lernbehinderungen oder solche, deren Muttersprache nicht der Sprache der Seite entspricht, ist es fein, wenn Informationen in einfacher Sprache verfügbar sind.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

3.1.6 Aussprache

Konformitätsstufe: Level AAA

Übersetzung des Erfolgskriteriums durch Zweiter Blick

Für Wörter, deren Bedeutung im Kontext ohne Kenntnis der Aussprache mehrdeutig ist, steht ein Mechanismus zur Verfügung, der die Aussprache eindeutig festlegt.

Zum raschen Verständnis

Dieses Erfolgskriterium zielt vor allem auf Menschen ab, die mit einer Sprachausgabe arbeiten. Wenn die Aussprache für das Verständnis der Bedeutung eines Ausdrucks relevant ist, wäre es fein, die korrekte Aussprache technisch festgelegt oder für die korrekte Aussprache Zusatzinformationen vorzufinden.

Die Zeichenfolge Brautraum kann beispielsweise für den Brau - Traum in einer Bierwerbung oder den Braut - Raum im Online Shop eines Modehauses stehen.

WCAG 2.1 A

3.2.1 Fokus erhalten (Level A)

Zum raschen Verständnis

Wenn ein Element den Fokus erhält, darf sich deswegen nicht auch gleich der Kontext unerwartet ändern.

Dies betrifft etwa nicht Navigationselemente, bei denen Unterpunkte eingeblendet werden, sobald sich der Fokus auf dem Hauptnavigationspunkt befindet.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

3.2.2 Bei Eingabe (Level A)

Zum raschen Verständnis

Wenn eine Eingabe gemacht wird, darf sich deswegen nicht auch gleich der Kontext unerwartet ändern.

Problematische Änderungen des Kontextes können etwa in Formularelementen oder durch Klick auf ein Link vorgesehen sein. Ein Problem liegt meist dann vor, wenn sich Inhalte oder Funktionalitäten unbemerkt darstellen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

3.2.3 Konsistente Navigationsmechanismen (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Navigationsmechanismen, die sich innerhalb eines Webauftritts auf den einzelnen Webseiten wiederholen, sollten in der Reihenfolge der Navigationselemente gleich bleibend angeordnet werden. Änderungen der Reihenfolge sollten nur vom User ausgelöst werden können.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

3.2.4 Konsistente Identifikation (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Komponenten, die sich innerhalb eines Webauftritts wiederholen, sollten ein wieder erkennbares Erscheinungsbild haben. Dies kann grafisch für Symbole gelten und textuell für das Wording von Links.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

3.2.5 Änderung auf Anfrage (Level AAA)

Änderungen des Kontexts werden ausschließlich vom Benutzer ausgelöst oder können von diesem verhindert werden.

Zudem sollte eine Änderung des Kontextes durch eine Funktionalität vorher angekündigt werden. Öffnet sich beim Klick auf einen Link automatisch ein neues Fenster, sollte dies aus dem Link oder dessen Kontext verständlich sein.

Zum raschen Verständnis

Dass sich bei einem Klick etwas ändert, ist klar. Aber dass dabei etwa im Browser gleich ein neues Fenster geöffnet wird, ohne dass dies vorher wahrnehmbar ist, kann zu Verwirrungen führen. Ähnlich, wenn sich beim Verlassen eines Formularelements der Kontext unerwartet ändert.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

3.3.1 Fehlererkennung (Level A)

Zum raschen Verständnis

Wenn Fehler maschinell erkannt werden können, dann muss ein Mechanismus auf den Fehler hinweisen.

Ein klassisches Beispiel dafür ist ein Formularfeld für eine E-Mail Adresse, bei dem nach der Eingabe festgestellt wird, dass kein @ –Zeichen eingegeben wurde.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

3.3.2 Beschriftungen oder Anleitungen (Level A)

Zum raschen Verständnis

Beschriftungen oder Gebrauchsanweisungen für Formularelemente sind vorgesehen. Es muss also klar sein, was in dem Formularelement gefragt wird.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

3.3.3 Fehler Vorschlag (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Wenn maschinell eine fehlerhafte Eingabe erkannt werden kann, ist es fein, wenn auch gleich ein Korrekturvorschlag geliefert werden kann.

Sicherheitsaspekte und allgemein der Kontext sind dabei natürlich zu berücksichtigen.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

3.3.4 Fehler Vorsorge (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Rechtlich heikle oder verbindliche Aktivitäten bedürfen einer besonderen Sorgfalt. Von technischer Seite sollten daher Maßnahmen getroffen werden, die bei Eingabe oder Übermittlung zur Fehlervermeidung beitragen.

Dieses Erfolgskriterium wird im Erfolgskriterium 3.3.6 auf die Konformitätsstufe AAA verstärkt.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

3.3.5 Hilfe (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Es ist fein, wenn für komplexe Interaktionen Hilfsangebote im Kontext zur Verfügung stehen.

Hilfetools barrierefrei und benutzerfreundlich anzubieten, ist übrigens keineswegs trivial.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AAA

3.3.6 Fehler Vorsorge (Alle) (Level AAA)

Zum raschen Verständnis

Das ist die verschärfte Version des Erfolgskriteriums 3.3.4 mit der Konformitätsstufe AA.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

4.1.1 Parsing (Level A)

Zum raschen Verständnis

Sorge für eine korrekte Syntax, hier zunächst für die HTML-Elemente .

  • Elemente verfügen über vollständige Start und End Tags.
  • Elemente werden ihrer Spezifikation nach korrekt verschachtelt.
  • Elemente enthalten keine Mehrfachverwendung eines Attributes.
  • Alle IDs kommen mit einem singulären Wert vor.

Das Erfolgskriterium ist auch für den korrekten Einsatz von Attributen relevant:

  • Das Attribut role="navigation" sollte nicht im <ul>-Tag für Linklisten eingesetzt werden, weil dadurch die Semantik als Liste überschrieben werden kann. Statt dessen sollte das Attribut in einem übergeordneten <div>-Bereich oder in HTML5 gleich in einem <nav>-Element eingebettet werden.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 A

4.1.2 Name, Rolle, Wert (Level A)

Zum raschen Verständnis

Wer sich nicht damit begnügen will, Webseiten mit sauberem HTML zu generieren, sondern darüber hinaus Scripts verwendet, muss sich selbst darum kümmern, dass folgende Bereiche problemlos funktionieren:

Bereich Bedeutung
Name: Die Bezeichnung des Elements muss technisch wahrnehmbar sein.
Rolle: Die Rolle des Elements muss gegebenenfalls technisch wahrnehmbar sein, etwa, ob es sich um eine Überschrift, ein Eingabefeld oder Ähnliches handelt.
Wert: Der Wert oder Zustand eines Elements muss gegebenenfalls technisch wahrnehmbar sein, etwa, ob ein Kontrollkästchen aktiviert ist oder ein erweiterbares Element gerade erweitert ist oder nicht.

Achtung: Diese Eingangsinformationen bieten nur einen ersten Einblick in die Thematik. Genauere Informationen finden Sie auf den folgenden Links.

WCAG 2.1 AA

4.1.3 Statusmeldungen (Status Messages) (Level AA)

Zum raschen Verständnis

Das Kriterium wurde in den WCAG 2.1 neu eingeführt. Die WAI reagiert damit auf neue Möglichkeiten durch ARIA-Attribute.

Wenn sich auf einer HTML - Seite etwa in Live Regionen die Rolle oder der Zustand eines Elements ändern, ohne dass dieses Element den Fokus erhält, sollte dies für einen Screen Reader adäquat wahrnehmbar gemacht werden.