Erfolgskriterium 2.3.1
Dreifaches Flackern oder unter dem Schwellenwert
[Materialsammlung]
Ein Flackern oder Blitzen darf nur unter einem Schwellenwert erscheinen, um mögliche Anfälle zu vermeiden.
WCAG Kontext
Prinzip 2. Bedienbar Operable
Komponenten der Benutzerschnittstelle und die Navigation müssen bedienbar sein.
Richtlinie 2.3 Anfälle und körperliche Reaktionen
Gestalte Inhalte nicht auf eine Weise, die bekanntermaßen Anfälle oder körperliche Reaktionen auslöst.
Konformitätserfordernis 5: Keine Störfaktoren.
Dieses Erfolgskriterium wird innerhalb der WCAG als absoluter Störfaktor hervorgehoben. Wird es nicht erfüllt, ist für einzelne Personen der gesamte Webauftritt möglicherweise unbrauchbar.
Erläuterungen zum Kontext
Strukturierende Übersetzung des Erfolgskriteriums
Webseiten enthalten nichts das jemals mehr als ein dreifaches Flackern innerhalb einer Sekunde aufweist.
Ausnahme: Das Flackern erfolgt unterhalb des Schwellenwerts für allgemeines und rotes Blitzen.
Da jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, die Möglichkeit der Verwendung des gesamten Webauftritts beeinträchtigen kann, muss jeglicher Inhalt dieses Erfolgskriterium erfüllen (unabhängig davon, ob der Inhalt dazu dient, andere Erfolgskriterien zu erfüllen). Vergleiche Konformitätserfordernis 5: Keine Störfaktoren.
Englischsprachiger Originaltext des Erfolgskriteriums
Web pages do not contain anything that flashes more than three times in any one second period, or the flash is below the general flash and red flash thresholds.
Since any content that does not meet this success criterion can interfere with a user's ability to use the whole page, all content on the Web page (whether it is used to meet other success criteria or not) must meet this success criterion. See Conformance Requirement 5: Non-Interference
WCAG | Success Criterion 2.3.1 Three Flashes or Below Threshold
Anmerkungen zur Übersetzung
Der Verweis auf die Ausnahmen ist im Original nicht in einem eigenen Absatz.
Zum raschen Verständnis
Es ist bekannt, dass Flackern am Bildschirm bei einigen Menschen ab einer bestimmten Frequenz Anfälle auslösen kann. Diese Anfälle warden als photosensitiv bezeichnet, also als durch Lichteinwirkung ausgelöst.
Insbesondere werden flackernde Animationen mit rotem Licht als gefährdend angeführt.
Ein solches Flackern darf daher am Bildschirm nicht häufiger als dreimal pro Sekunde erfolgen, sofern es nicht unter einer Wahrnehmungsschwelle liegt. Es darf auch nie innerhalb einer längeren Animation oder einem Video auftreten.
Ausnahmebestimmungen verstehen
Die Wahrnehmungsschwelle wird aus der Größe des Elements, den Leuchtdichteunterschieden (Helligkeitsunterschieden) und den Übergängen zwischen den Helligkeitsphasen ermittelt.
WAI | general flash and red flash thresholds
Zielgruppen
Menschen, bei denen ein hochfrequentes Flackern insbesondere von kräftigen Rottönen zu Anfällen führen kann.
Prüfverfahren
Maschinelle Prüfung
Noch gibt es keine künstliche Intelligenz, die den Bildinhalt im Kontext erkennen könnte.
Links zur Prüfmethodik
- BITV-Test | Verzicht auf Flackern
- Erläuterungen und Empfehlungen zum Prüfen auf das Erfolgskriterium von der Agentur DIAS